leren zonder grenzen – lernen ohne Grenzen

Erstmals fand der Austausch zwischen niederländischen und deutschen Auszubildenden des Einzelhandels im Rahmen von „Lernen ohne Grenzen“ in digitaler Form statt. Die Ler(n)ende Euregio ist eine deutsch-niederländische Initiative, in der Schulen, Betriebe und staatliche Stellen „Grenzüberschreitendes Lernen“ erproben. „Lernen ohne Grenzen“ ist ein Projekt unter dem Dach der Ler(n)ende Euregio.

Live Stream nach Doetinchem und Datteln. (Foto: Kristin Grossmann)

Unsere 13 LEBK-SchülerInnen verfolgen gespannt die Eröffnung des Projekts. (Foto: Kristin Grossmann)

Das Projekt der „Euregio ohne Grenzen“ war für 2021 ursprünglich in Präsenz geplant. Deutsche und niederländische SchülerInnen hatten sich auf zwei Tage persönlichen Kennenlernens, Austausch und den gemeinsamen Besuch des Hafens von Rotterdam gefreut. Corona-bedingt musste dieses Treffen leider wie schon 2020 ausfallen. Die Veranstalter versuchten – kurzfristig - das Event in digitaler Form auf die Beine zu stellen, mit Erfolg.

Dank des großen Einsatzes und Engagements der beteiligten Lehrkräfte und der finanziellen Unterstützung der Euregio trafen sich am 16.6.2021 und 17.6.2021 deutsche und niederländische SchülerInnen aus drei Berufskollegs (Graafschap College Doetinchem, BK Ostvest Datteln und das LEBK Münster) zu einem zweitägigen virtuellen Austausch.

Zunächst einmal mussten die technischen Voraussetzungen geschaffen werden und das Konzept der Veranstaltung, welches auf Präsenz ausgerichtet war, auf die digitale Form umgestellt werden. Alle Schüler mussten mit Webcam und Headset ausgerüstet werden, dazu kam die Erprobung der Übertragungstechnik und die Vernetzung der Standorte in den Niederlanden und Deutschland. Das LEBK hatte eigens für das Event einen Videoproduktionsdienst engagiert, um das Geschehen live zu streamen. Nachdem alle technischen Probleme endlich gelöst waren und auch die kulinarische Versorgung gesichert war, konnten 13 SchülerInnen des LEBK in das Projekt starten.

Gemeinsam – in gemischten deutsch/niederländischen Teams – galt es  Aufgaben am Computer zu lösen, dem Gegenüber ein  Lied in der Landessprache beizubringen, lustige Sketche oder Kunstwerke nachzustellen. Alles Aufgaben mit großem Spaßfaktor, die das Eis brachen und einen ersten persönlichen Kontakt herstellten.

Im weiteren Verlauf ging es vor allem um die Kernkompetenz der SchülerInnen, den Einzelhandel. „Welche Geschäfte oder Restaurants sind typisch für Deutschland?“ „Wie präsentiert sich ein Schaufenster in den Niederlanden?“ „Welche Gemeinsamkeiten haben Werbeplakate?“ Mit einem Aufgaben- und Fragenkatalog ausgestattet, ging es raus in die jeweilige Stadt. Auf Fotos, Videos und Audioaufnahmen wurden die Ergebnisse festgehalten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Länder herausgearbeitet und im Anschluss präsentierten die deutsch-niederländischen Gruppen ihre Ergebnisse.

Fazit des Austausches: „Das Projekt hat mir sehr gut gefallen, aber kann natürlich den persönlichen Austausch nicht ersetzen. Am besten fahren wir im nächsten Schuljahr einmal rüber.“